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Verfahren

Nervenwurzeltherapie

Gezielte Behandlung gereizter oder entzündeter Nervenwurzeln — minimal-invasiv und ambulant.

Was ist die Nervenwurzeltherapie?

Wenn eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule gereizt oder entzündet ist — etwa durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Verengung im Nervenkanal — können starke Schmerzen entstehen, die in Bein oder Arm ausstrahlen (im Volksmund „Ischias“).

Bei der Nervenwurzeltherapie wird unter Bildkontrolle ein abschwellendes und schmerzlinderndes Medikament direkt an die betroffene Wurzel gebracht. So kann der gereizte Nerv zur Ruhe kommen, ohne dass eine Operation erforderlich wird.

Nervenwurzeltherapie – Schmerzzentrum Olten

Wann diese Behandlung sinnvoll ist

  • Ausstrahlende Schmerzen ins Bein bei lumbalem Bandscheibenvorfall (Ischias)
  • Ausstrahlende Schmerzen in den Arm bei zervikalem Bandscheibenvorfall
  • Spinalkanalstenose mit Belastungsschmerz
  • Anhaltende Wurzelreizung trotz konservativer Behandlung
  • Diagnostische Klärung bei unklaren ausstrahlenden Schmerzen

Wie die Behandlung abläuft

Die Behandlung erfolgt ambulant in der Praxis und dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten:

  1. Ruhige Lagerung auf der Behandlungsliege
  2. Lokalanästhesie der Hautpartie
  3. Punktion unter Bildkontrolle (Bildverstärker oder Ultraschall) — millimetergenau zur Nervenwurzel
  4. Injektion des Medikaments
  5. Kurze Nachbeobachtung von 15–20 Minuten

Sie können die Praxis im Anschluss selbständig verlassen. Die Lenkfähigkeit ist nicht eingeschränkt, sofern keine Beruhigungsmittel gegeben wurden.

Wirkung und Grenzen

Viele Patientinnen und Patienten erleben innerhalb weniger Tage eine deutliche Linderung. Die Wirkung kann Wochen bis Monate anhalten. Häufig sind ein bis drei Behandlungen sinnvoll, kombiniert mit Physiotherapie.

Die Nervenwurzeltherapie kann eine Operation in vielen Fällen vermeiden oder hinauszögern. Sie ist jedoch nicht in jeder Situation die erste Wahl — das entscheiden wir nach präziser Diagnose gemeinsam.

Sicherheit und Verträglichkeit

Das Verfahren ist gut etabliert und in der Regel sehr gut verträglich. Mögliche, seltene Nebenwirkungen wie vorübergehende Taubheit, Blutergüsse oder Kreislaufreaktionen bespreche ich vor der Behandlung. Bei bestehender Antikoagulation oder bekannten Allergien planen wir die Behandlung entsprechend.

Häufige Fragen

Tut die Behandlung weh?

Spürbar ist meist nur der kurze Stich der Lokalanästhesie. Die eigentliche Injektion ist anschliessend kaum schmerzhaft.

Wie schnell wirkt es?

Die Wirkung tritt typischerweise innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen ein. Manchmal sind die Beschwerden in den ersten 24 Stunden noch unverändert.

Wie oft kann die Behandlung wiederholt werden?

In der Regel reichen ein bis drei Sitzungen, um eine deutliche und längere Linderung zu erreichen. Bei Bedarf ist eine Wiederholung in sinnvollem Abstand möglich.

Darf ich danach Auto fahren?

Wenn ohne Beruhigungsmittel gearbeitet wird: ja. Im Einzelfall klären wir das vorab.

Kontaktaufnahme: Termine vereinbaren Sie telefonisch unter 062 212 12 00 oder über das Kontaktformular. Eine Online-Buchung bieten wir bewusst nicht an.